Dritte Universität (Freiburg) stimmt für vegane Verpflegung

April 16, 2026

Freiburg, 16. April 2026 – Die Allgemeine Studierendenvereinigung der Universität Freiburg hat mit grosser Mehrheit eine Resolution für eine pflanzliche Verpflegung verabschiedet. Dieser Beschluss folgt auf ähnliche Abstimmungen in den letzten Jahren in Basel und Bern. Insgesamt werden damit über 40.000 Studierende in der Schweiz von den neuen, veganen Menüs betroffen sein. So soll die Klimakrise bekämpft werden. 

Pflanzliche Ernährung wird zum Standard an der Universität

Die Vertreter:innen der 10.000 Studierenden der Universität Freiburg mussten sich heute über einige Anträge äussern, die alle darauf abzielten, pflanzliche Ernährung zum neuen Standard in der universitären Verpflegung zu machen. Das Ergebnis: Die universitäre Verpflegung soll ab Januar 2027 standardmässig rein pflanzlich sein und das System plant-based by default eingeführt werden. Gleichzeitig wurde die Resolution für eine 100% vegane Verpflegung bis 2030 abgelehnt. 

​„Es war ein langer Weg, um an diesen Punkt zu gelangen. Heute sind wir sehr stolz darauf, dass sich unsere Universität endlich konkret dazu bekennt, aus einem Ernährungssystem auszusteigen, das nicht zukunftssicher ist und Krisen wie Antibiotikaresistenzen, Zivilisationskrankheiten und Tierleid befeuert. Pflanzliche Ernährung ist die Zukunft – und dieser Erfolg beweist: Wir können unsere Welt nachhaltig verändern. Wir sind nicht dazu verdammt, den Krisen unserer Zeit passiv gegenüberzustehen.“
​Gian Dietschi, Masterstudent an der Universität Freiburg

Pflanzliche Ernährung: Ein nationaler Trend

Die Abstimmung an der Universität Freiburg bestätigt den nationalen Schwung, der in den letzten Jahren durch Studierendenabstimmungen an grossen Universitäten des Landes in Gang gesetzt wurde. Die Universität Bern mit ihren 19.000 Studierenden initiierte die Bewegung, indem sie über die Studierendenvertretung eine Resolution für eine 100 % vegane Verpflegung verabschiedete. Die Universität Basel folgte mit einer direkten Abstimmung der 13.000 Studierenden, die sich mit knapper Mehrheit (53 %) für eine pflanzliche Ernährung aussprachen. Kampagnen mit ähnlichen Forderungen laufen derzeit in Genf, Zürich, St. Gallen und an der EPFL.

„In der Universität gesunde und nachhaltige Mahlzeiten zu probieren, zeigt, dass es möglich ist – dass es lecker und nährstoffreich sein kann. Das verändert die Vorstellungen und wandelt die gesellschaftlichen Normen darüber, was ein ‚gutes Essen ausmacht.“
Aurianne Stroude, Soziologin und Professorin an der Universität Freiburg

Zu erwähnen ist, dass die Universität Neuenburg bereits 2024 den Schritt gewagt hat, während die Rämi 59 der Universität Zürich und der ETH Zürich seit 2015 ein 100 % pflanzliches Angebot bietet.

Ein starkes Signal für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

„Jedes Jahr sind unsere Ernährungssysteme für ein Drittel der globalen Treibhausgasemissionen, 80 % der Abholzung und den Tod von über 80 Milliarden Landtieren verantwortlich. Eine Studie der Universität Oxford aus dem Jahr 2018 zeigt, dass eine weltweite pflanzliche Ernährung bis zu 76 % der landwirtschaftlichen Flächen freisetzen würde. Das entspricht der Grösse des gesamten afrikanischen Kontinents.“
Chantal Senn, nationale Koordinatorin von Plant-Based Universities

Doch die Gemeinschaftsverpflegung bleibt ein blinder Fleck der Transition. Täglich hat sie massives Potenzial, der Eckstein für eine ambitionierte Wende zu sein. Aber bisher wird das weitgehend von der Ernährungspolitik ignoriert.

Die Kampagne Plant-Based Universities schätzt, dass sie in Europa bereits mehrere Millionen Mahlzeiten pro Jahr auf 100 % pflanzlich umgestellt hat. So reichte an der Universität Utrecht in den Niederlanden eine einfache Änderung des Standardmenüs aus, um mehrere hunderttausend Mahlzeiten pro Jahr auf pflanzliche Basis umzustellen. In Graz, Österreich, wo 30.000 Menschen studieren, ist die Hauptmensa bereits zu 100 % pflanzlich übergegangen.

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Für weitere Informationen oder Interviewanfragen:
Chantal Senn
Nationale Koordinatorin, Plant-Based Universities Schweiz
Tel.: +41 77 244 08 00
E-Mail: chantal.senn@plantbaseduniversities.org
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